Artikel im Standard zu meiner Arbeit: Das Thema Frauenförderung bleibt wichtig

Ich freue mich sehr, dass eine Erhebung, ich ich im Auftrag der AK Wien gemacht habe, nun auch öffentlich zugänglich ist. Außerdem erschien ein schöner Artikel dazu im KarriereStandard dazu am Samstag, der wichtige Erkenntnisse zusammenfasst.

Eine der Kernaussagen des Artikel möchte ich hier noch einmal hervorheben: Man muss an dem Thema kontinuierlich dran bleiben. In diesem Sinne werde auch ich mich weiter intensiv mit dem Thema beschäftigen und an dieser und anderer Stelle dazu schreiben und meine Erkenntnisse teilen. Für weitere Diskussion oder Zusammenarbeit zu diesem Thema stehe ich sehr gerne zur Verfügung. Bitte sprechen Sie mich einfach darauf an.

Link zum Artikel:  https://derstandard.at/2000079159121/Technik-ist-immer-noch-eine-klare-Maennersache

Link zur Publikation mit dem Titel “Rekrutierung von weiblichen Fachkräften im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich -Herausforderungen und Best Practices” https://www.arbeiterkammer.at/service/studien/frauen/Frauen_und_Technik.html

Interessante Ausstellung: Ich denke ja gar nichts, ich sag es ja nur. Ödön von Horvath und das Theater

Eines der wohl beeindruckendsten Theatermomente war wohl eine Inszenierung des Klassikers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horvath im Theater in der Josefstadt vor einigen Jahren. Seither habe ich immer wieder seine Stücke besucht. Sehr empfehlen kann ich daher auch die aktuelle Ausstellung des Wiener Theatermuseums, das Hintergründe zu seinen bekanntesten Stücken („Geschichten aus dem Wiener Wald“, „Kasimir und Karoline“ und „Italienische Nacht“) erzählt. Mich hat vor allem beeindruckt, dass viele der Themen noch immer brandaktuell sind.

Wer es nicht so oft ins Theater schafft: Sehr zu empfehlen ist auch sein 1937 erschienener Roman „Jugend ohne Gott.“

Stärke statt Macht – Führen mit Neuer Autorität

Ich screene ja regelmäßig Neuerscheinungen zum Thema Führung, um immer rechtzeitig über neue Trends informiert zu sein und aus meiner Sicht sinnvolle Ideen an Sie weiter zu geben. Dabei bin ich auf das Buch von Willi Geisbauer (manche kennen ihn auch durch seine Methode „Reteaming“) gestoßen, der ein Konzept aus der Pädagogik für den Führungskontext übersetzt hat – und aus meiner Sicht sehr gelungen.

Zugegeben hat auch bei mir ein Konzept mit dem Wort „Autorität“ im Namen bei mir zuerst ein Stirnrunzeln ausgelöst („Wie sehr ist so etwas heute noch zeitgemäß?“). Allerdings wird auch gleich zu Beginn des Buches betont, worum es geht: um die positiven Aspekte von Autorität – „auf Ansehen beruhend, maßgebend entscheidend“. Und damit sind wir eher dort, wonach oft verlangt wird.

Besonders wertvoll finde ich in diesem Buch die Zusammenstellung von sieben verschiedenen Haltungen/Elementen, die die Neue Autorität ausmachen. Dazu gehört:

  • Beziehung: Innere und äußere Präsenz versus Distanz
  • Information: Transparenz versus Abschottung
  • Zeitverständnis: Beharrlichkeit versus Dringlichkeit
  • Grenzen: Entschiedenheit versus Dominanz
  • Reflexion: Selbstführung versus Kontrolle
  • Deeskalation: Wiedergutmachung versus Beziehungsabbruch
  • Vernetzung (speziell auch auf Führungsebene) versus Hierarchie

Viele Hilfestellungen für die Umsetzung dieser Haltungen in den eigenen Führungsalltag finden sich im systemischen Denken. Voraussetzung ist wie fast immer beim Thema Führung sich Zeit für Selbstreflexion zu nehmen – für sich alleine oder auch in konzentrierter Form im Rahmen eines Coachings. Insofern freue ich mich dieses Konzept im Rahmen der Coaching-Prozesse, die ich begleite, mit Ihnen auf seine Praxistauglichkeit zu überprüfen. Sprechen Sie mich einfach darauf an.

 

 

Lesetipps

Einer meiner Neujahrsvorsätze 2018 betraf meine Work-Life Balance. Also endlich das umzusetzen, was ich allen meinen KlientInnen und SeminarteilnehmerInnen empfehle..

Woran merke ich, dass ich hier etwas verändert habe: Ich nehme mir bewusst Zeit, um spannende Literatur (Keine Fachbücher!) zu lesen.

Und als positiver Nebeneffekt kann ich auch Ihnen interessante Tipps zur Verfügung stehen. Vielleicht haben Sie ja ein paar freie Tage in der nächsten Zeit.

Damit meine Tipps:

Unter der Drachenwand von Arno Geiger: Ein berührender Roman, der die Situation der letzten Kriegsjahre beschreibt.

Leere Herzen von Julia Zeh: Ein Roman aus der nahen Zukunft. Gruselig, wie hier Demokratieabbau beschrieben wird und auch das Geschäftsmodell der Hauptprotagonistin hat mir sehr zu denken gegeben. Aufhören zu lesen konnte ich jedenfalls nicht.

Und wer noch Inspiration für den Frühjahrsputz braucht dem empfehle ich Marie Kondos Buch: Das große Magic-Cleaning-Buch: Über das Glück des Aufräumens

 

Tipp zum Weltfrauentag – Portraitheater über Käthe Leichter und Marie Jahoda

Ich besuchte gestern eine sehr schöne Veranstaltung schon als kleinen Vorgeschmack auf den Weltfrauentag nächste Woche. Das Thema der Veranstaltung: Frauen geben Frauen Raum. Dabei ging es darum, wie tolle Frauen mehr Sichtbarkeit in unserer Gesellschaft erlangen können. Auch als Gegenreaktion auf das häufig vorgebrachte Argument: Es gibt halt keine tollen Frauen…

Dabei wurde ein kleiner Auszug aus dem aktuellen Stück des Portraittheater gezeigt, das diesmal zwei tolle Sozialwissenschaftlerinnen vor den Vorhang holt: Käthe Leichter und Marie Jahoda. Das Stück ist noch zu sehen und ich kann sehr empfehlen.

http://www.portraittheater.net/?portfolio=arbeit-lebensnah-kaethe-leichter-und-marie-jahoda

Neues Seminarprogramm jetzt online verfügbar – Impulse 2018

Wie jedes Jahr wenn der Frühling nicht mehr weit ist gibt es auch heuer wieder mein neues Seminarprogramm: Impulse 2018. Damit geht die Publikation in die fünfte Auflage.

Was gibt es Neues?

Weiterhin arbeite ich intensiv mit Führungskräften in Trainings- und Coachingformaten an der Erhöhung der persönlichen Wirksamkeit auf den folgenden drei Ebenen: persönliches Führungsverständnis, Aufgaben von Führung und Führungswerkzeuge. Hier optimiere ich laufend meine Formate und kann nun für 2018 eine noch fokusiertere Herangehensweise präsentieren. („Best of Leadserhip – Essenzielles für Führungskräfte und VerantwortungsträgerInnen“)

Zum meinem Herzensthema – der Förderung von Frauen in und hin zu Führungspositionen – habe ich im letzten Jahr in einer Studie einen interessanten Aspekt erforscht: Was braucht es um Technikerinnen erfolgreich zu rekrutieren, zu fördern und ans Unternehmen zu binden? Daraus ist ein interessantes Workshop-Format entstanden, das mein Portfolio zu Diversity und Innovationsfähigkeit ergänzt („Technikerinnen erfolgreich rekrutieren und binden“). Zusätzlich biete ich Spezialformate für die Zielgruppe der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten an.

Wie immer verbringe ich sonst viel Zeit bei der Begleitung unterschiedlicher Strategie- und Veränderungsprozesse und in meiner Coaching-Praxis. Diese Erfahrungen fließen in meine diversen Trainingsformate mit ein. Zusätzlich beschäftige ich mich gern mit der Frage, was ForscherInnen an österreichischen Universitäten brauchen, um erfolgreich ihre Wege verfolgen zu können.

Grundsätzlich gilt, dass ich gerne alle Formate immer wieder individuell anpasse und weiter entwickle. In diesem Sinne freue ich mich auf unseren Austausch dazu!

Anbei zum Download

Impulse_2018_Jahresprogramm

 

 

Inside Davos: Interessante Quelle für Interessierte

Eine interessante Quelle für all jene, die wissen wollen, was sich in Davos und auch darüber hinaus bei anderen Veranstaltungen des Weltwirtschaftsforums tut, möchte ich hier teilen.

Adrian Monck’s World Economic Forum Weekly Agenda ist ein Newsletter, der jeden Freitag erscheint und immer interessante Artikel zu gesellschaftlichen Entwicklungen, Technologie und Politik beinhaltet. https://www.weforum.org/agenda/authors/adrian-monck/

Aktuelles aus Davos: Kanadas Regierungschef Justin Trudeau über das Potenzial der Frauen

Zur Zeit tagen ja die Eliten von Wirtschaft und Politik im schweizerischen Davos und wie jedes Jahr beobachte auch ich interessiert, welche Themen es auf die Agenda schaffen. Und dabei stelle ich fest, dass eines meiner “Herzensthemen” – nämlich die Frage, wie mehr Frauen ihre Potenziale in die Organisationen einbringen können und wir dabei Chancengleichheit schaffen können – in vielen Reden eine Rolle spielt.

So auch in der Rede von Justin Trudeau, Kanadas Premier. Er spricht von vielen Veränderungen und Umwälzungen, die wir im Moment erleben (technologisch, gesellschaftlich) und dass man als PolitikerIn dabei überfordert sein kann und einem die Ansätze fehlen. Er sagt aber weiter: Was wir alle sofort umsetzen können ist ganz einfach: “hiring, promoting, and retaining more women.” Und er liefert dazu gewichtige Argument: Er liefert aktuelle Zahlen, wie sich ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen auf die Profitabilität von Unternehmen auswirkt. Zusätzlich spricht er aber auch wichtige andere Aspekte an: den Umgang mit Karenz und Kinderbetreuung generell sowie den Gender Pay Gap, wo Kanada mit einer neuen Gesetzgebung signifikante Fortschritte erzielen will.

Den Originaltext der Rede finden Sie hier: https://www.weforum.org/agenda/2018/01/pm-keynote-remarks-for-world-economic-forum-2018

Gedanken zum Jahresauftakt Teil 2: Scheitern ist kein Beweis der Unmöglichkeit

Noch ein Zitat, das ich aus meiner Winterlektüre zu Beginn des neuen Jahres teilen möchte: “Scheitern ist kein Beweis der Unmöglichkeit. Man muss weitermachen und es nochmals versuchen. Man macht einen Fehler, nächstes Mal macht man es hoffentlich besser, und es wird besser sein.” (vgl. Gespräche von Peter Haffner mit Zygmunt Baumann)

Für mich eine Ermutigung die Dinge, die ich 2018 anpacken möchte, mutig anzugehen und manche meiner Bemühungen, die ich bisher als gescheitert bezeichnet hätte, als “noch nicht gelungen” umzudeuten.

Nach den hoffentlich für Sie sehr angenehmen Weihnachtsfeiertagen wünsche ich Ihnen allen einen kraftvollen Start ins neue Jahr und freue mich Sie wieder bei Ihren Vorhaben begleiten zu dürfen.

Gedanken zum Jahresauftakt: Das Vertraute unvertraut machen

Einiges meiner – zugegeben sehr ambitionierten – Leseliste habe ich schon geschafft und einen interessanten Gedanken möchte ich dabei herausgreifen und ein bisschen weiterspinnen während im Hintergrund die Wiener Philharmoniker so schön spielen: Es sei die Aufgabe der Soziologie stets “das Vertraute unvertraut zu machen”. So beschreibt der 2017 verstorbene polnische Wissenschaftler Zygmunt Bauman den Kern seiner Arbeit. Und wenn ich es mir recht überlege, beschreibt dieser Satz auch sehr treffend einen wichtigen Baustein meiner Tätigkeit als Coach und Organisationsberaterin, wenn ich versuche neue Perspektiven einzubringen und helfe neue Aspekte in Altbekanntem zu entdecken.

Aber nicht nur für meinen Berufsstand ist diese Fähigkeit wichtig, auch für Führungskräfte ist dies essenziell. Wenn das Vertraute unvertraut wird, kann der Status Quo aufgeweicht und hinterfragt werden, können neue Ideen und Innovationen entstehen. In zwischenmenschlichen Beziehungen kann diese Fähigkeit helfen, positive Neuanfänge zu gestalten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Inspiration für alle Veränderungen, die Sie sich für 2018 vorgenommen haben.

Prosit Neujahr!